AWS Kostenoptimierung: Quick Wins, die sofort wirken
Ursprünglich auf LinkedIn gepostet.
Fünf AWS-Kostenoptimierungen, die ich in jedem neuen Projekt als erstes umsetze — bevor irgendein FinOps-Framework eingeführt wird:
1. S3 Intelligent-Tiering aktivieren
Für Buckets mit unbekanntem oder wechselndem Zugriffsmuster ist S3 Intelligent-Tiering die einfachste Maßnahme. AWS verschiebt Objekte automatisch zwischen Zugriffs-Tiers — ohne Datenverlust, ohne manuelle Lifecycle-Regeln.
Besonders effektiv bei Log-Buckets und Backup-Buckets, die selten abgerufen werden.
2. Ungenutzte Elastic IPs freigeben
Elastic IPs, die keiner laufenden Instanz zugeordnet sind, kosten Geld — auch wenn sie nichts tun. Ein kurzes aws ec2 describe-addresses zeigt alle EIPs; die ohne InstanceId sind Kandidaten für die Freigabe.
In größeren Accounts finden sich regelmäßig 10–20 verwaiste EIPs.
3. GP2-Volumes auf GP3 migrieren
GP3-EBS-Volumes sind günstiger als GP2 und bieten standardmäßig mehr IOPS. Die Migration ist non-disruptiv — kein Neustart, keine Downtime. AWS erlaubt die Änderung des Volume-Typs im laufenden Betrieb.
Typische Ersparnis: 20% der EBS-Kosten, ohne Leistungseinbußen.
4. Savings Plans für stabile Workloads
Wer EC2- oder Lambda-Workloads mit vorhersehbarer Nutzung hat, sollte Compute Savings Plans prüfen. 1-Jahres-Pläne mit No-Upfront-Zahlung bieten bereits 20–30% Rabatt gegenüber On-Demand.
Der Schlüssel: Savings Plans sind flexibler als Reserved Instances — sie gelten über Instance-Familien und Regionen hinweg.
5. AWS Cost Anomaly Detection einschalten
Kostet nichts, spart potenziell viel. Cost Anomaly Detection erkennt ungewöhnliche Kostenspitzen automatisch und sendet Alerts. Einmal konfiguriert, läuft es im Hintergrund und warnt, bevor eine vergessene Ressource den Monatsbericht ruiniert.
Diese fünf Maßnahmen sind in 2–3 Stunden umgesetzt und haben in meinen Projekten regelmäßig 10–25% der monatlichen AWS-Kosten eingespart — ohne Architekturänderungen.
Was sind eure ersten Schritte bei der AWS-Kostenoptimierung?